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Liselund




Liselund Schloss

Liselund ist eine kleine, schöne Anlage am Kreidefelsen auf der Insel Mön. Die Anlage die im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhundert entstand, dokumentiert mit ihrem Hauptgebäude und ihren Gartenpavillons in einem romantischen Garten am allerbesten die naturphilosophische Richtung in Dänemark.

 

Das einzigartige klassizistische Landhaus Schloss Liselund wurd vom Architekten Andreas Kirkerup in 1792 aufgeführt und das wohlerhaltene Interieur ist ausgeschmückt und möbliert von dem führenden Interieurarchitekten der Zeit, Joseph C. Lillie

Liselund Schloss (Bild:Klemp & Woldbye)

Der Gartensaal

Der Gartensaal liegt hinter der Säulenfront und öffnet sich durch drei Glasstüren zum Garten hinaus. Hier hängen die sogenannten Liselundspiegel, ovale Spiegel mit Ranken und Bändern. Die Rückwand hat in jeder Ecke zwei Öfen stehen, weil es in der Neuklassizistischen  Interieurkunst wichtig war, dass der Raum symmetrisch war.

Der Gartensaal

Das Affenzimmer

Das sogenannte „Affenzimmer“ liegt neben den Gartensaal. Drei Wände sind mit klassizistischen Ornamenten auf rosa Grund und Medaillons mit Figuren auf blauem Grund geschmückt, aber die Rückwand wird von zimmerhohen Palmen aufgegliedert. In der Mitte gibt es einen Spiegel, der den Ausblick  auf einen nordischen Laubwald öffnet.

 

Auf dieser „Aussichtswand“, dass ein bekanntes Phänomen jener Zeit war, balanziert auf einer Stange zwischen den Palmenkronen ein Affe. Ein Andenken an den Affen, der die Calamette Familie vom Erdbeben 1755 in Lissabon warnte und dadurch auch rettete.

Das Affenzimmer

Der Speisesaal

Der Speisesaal der nach Süden liegt hat fünf hohe französische Doppeltüren die hinaus ins Freie führen und das Zimmer eins mit der Natur werden lassen. Der Saal ist marmoriert und aufgegliedert in Spiegel und Konsole gemalte Pilaster.

 

Die weißlackierten Stühle mit ihren schildförmigen Rücken und der Tisch gehören zum Ursprünglichen Interieur und ist aus Lillies Werkstätte.


 

Der Speisesaal

Die Pavillons im Garten

Zu einem romantischen Garten gehörten sowohl Pavillons als auch Monumente. Auf Liselund wurden die Gebäude in verschiedenen fremdartigen und exotischen Stilarten gehalten, so wie es in der Periode das Ideal war.

 

Die Pavillons im Garten sind für das Publikum noch nicht zugänglich. Man kann jedoch einen Eindruck von der Inneneinrichtung des chinesischen Gartenhäuschens wie auch vom norwegischen Haus von außen erhalten.

Pavillion im Garten

Die Menschen

Der Bauherr war Gérad Pierre Antoine de Bosc de la Calmette (1752-1803). Er war Besitzer von Marienborg auf Mön und Amtmann von Mön und Nyköbing. Er wurde in 1777 mit Anna Elizabeth Catharina Iselin (1759-1805) verheiratet.

 

In 1783 kaufte Calmette den Besitz Sömarkgaard auf Möns Klint und bekam den Namen Liselund nach seiner Frau, die Lisa genannt wurde. Antoine und Lisa de la Calmette konnten sich leider nicht viele Jahren über ihre schöne Anlage freuen. Er starb in 1803 und sie starb zwei Jahre danach.

Gérad Pierre Antoine de Bosc de la Calmette

Der Garten

Die Calmettes waren im Bereich der Gartenkünsten der Zeit sehr wohl orientiert  und so entstand aus einem Gebiet, das meistens von Moor und Wald bestand, im Laufe von zehn Jahren einer der schönsten Anlagen nach europäischem romantischem Vorbild. Calmette pflanze selbst die vielen Bäume die sowohl aus Dänemark als auch vom Ausland kamen.

 

Liselund liegt wie eine Lichtung im Wald und bildet eine eigene kleine Welt. Das kupierte Terrain, die variierte Bepflanzung und die Pfaden, die sich um den Seen herum schlängeln geben wechselende Stimmungen und Sehenswürdigkeiten. In einen romantischen Garten muss das erhabene Erlebnis dramatisch und poetisch sein. Liselund ist  mit den Kreidefelsen und die weichen kurven im Garten beides.

Der Garten bei Liselund Schloss (Bild: Klemp & Woldbye)

 


Liselund (pdf)